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Die Gedenkstätte Amthordurchgang in Gera ist ein Ort des Gedenkens der Opfer beider deutscher Diktaturen und eine wichtige Anlaufstelle für Kommunikation, Information und Dokumentation.

⏩  Wikipedia: Gedenkstätte Amthordurchgang
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⏪ torhaus-gera.de

Ausstellung Wochenkinder der DDR und UNERHÖRT!

// 07. Oktober – 28. November 2026 //


Geschichte(n) und Stimmen der Wochenkinder der DDR


Zwei Ausstellungen über ein ambivalentes, bislang wenig beachtetes Kapitel der DDR-Geschichte: Die Gedenkstätte Amthordurchgang zeigt zusammen mit dem Wochenkinder e.V. vom 7. Oktober bis 28. November 2026 die Ausstellungen Wochenkinder der DDR und UNERHÖRT! – künstlerische perspektiven von ehemaligen wochenkindern.

Wann: 7.10.-28.11.2026

Wo: Amthorpassage Gera, Sorge 9, 07545 Gera

Öffnungszeiten: Di, Mi, Do, Sa 14-18 Uhr und nach Vereinbarung

Die Ausstellung Wochenkinder der DDR wird in Gera erstmalig gezeigt und ist als Wanderausstellung angelegt. UNERHÖRT! wurde entwickelt von Künstler:innen vom Wochenkinder e.V. Sie hat in Gera ihre zweite Station.

Die Ausstellungen widmen sich einem besonderen und lange wenig beachteten Kapitel der DDR-Geschichte. Wochenkrippen waren in der DDR allgegenwärtig, so auch in Gera.

Damit Mütter arbeiten konnten, wurden viele Kleinkinder im Alter von 0 bis 3 Jahren die Woche über in diesen Einrichtungen betreut, manchmal auch am Wochenende.

UNERHÖRT! ergänzt die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit diesem Thema durch künstlerische Selbstzeugnisse von ehemaligen Wochenkindern in der DDR.

Was bedeutete dieses Aufwachsen für die Kinder und ihre Familien? Welche Erfahrungen, Erinnerungen und Spuren haben die ehemaligen Wochenkinder bis heute geprägt?

Die Ausstellung gibt Einblicke in die Lebenswirklichkeit dieser Kinder, Familien und Erzieherinnen und lädt dazu ein, persönliche Erinnerungen, gesellschaftliche Rahmenbedingungen und die unterschiedlichen Perspektiven auf das Thema miteinander zu verbinden.

Zum Ausstellungsvorhaben wurde ein vielfältiges Rahmenprogramm mit fünf Angeboten entwickelt. Im Oktober sind zu sehen:

  • 07.10.2026, 17 Uhr:  Ausstellungseröffnung mit Podium
  • 28.10.2026, 18 Uhr:  Vortrag mit Dokumentation „Wochenkinder in der DDR“, Dissertation von Heike Liebsch und Beitrag „Wenn die Eltern Fremde sind“
  • 15.11.2026, 18 Uhr:  Autobiografisches Theaterstück “Winterkind” von Lykke Langer
  • 18.11.2026, 18 Uhr:  Lesung “Simone” von Anja Reich


Das Projekt wurde gefördert und unterstützt durch:  ⏩ Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

⏩ torhaus-gera.de/wochenkinder Stand: 07.10.2026

⏩ MDR: Wochenkinder in der DDR: Gera zeigt ihre Geschichten Stand: 07.10.2026 12:34 Uhr

⏩ MDR: Wenn Eltern zu Fremden werden: Eine Kindheit in der Wochenkrippe in der DDR Stand: 21.06.2022 17:00 Uhr

...In der Zeit nach dem Krieg beschäftigten die ca. 3000 Heime und Anstalten häufig noch dasselbe Personal, das bereits während der Zeit des Nationalsozialismus dessen Erziehungskonzepte umgesetzt hatte. Immer wieder kam es zu willkürlichen und entwürdigenden Bestrafungen oder die Fürsorgezöglinge wurden eingesperrt. Oft mussten sie gewerbliche Tätigkeiten ausüben, ohne dafür vergütet zu werden und ohne rentenversichert zu sein. Viele Jugendliche wurden auch an Bauern verliehen, um dort zu arbeiten. Den Bauern wurde dabei oft die Pflegschaft über die Kinder und Jugendlichen übertragen. Die Behandlung war oft menschenunwürdig. Die Jugendlichen wurden als billige Arbeitskraft gebraucht, da ein Pflegschaftsverhältnis kein Arbeitsverhältnis sein kann, weil es sich gegenseitig ausschließt. Eine berufliche Bildung wurde ihnen dabei nicht zuteil.[8] Viele der Missstände wurden dadurch möglich, dass die Heimaufsicht in dieser Zeit praktisch auf ganzer Linie versagte. Dies hatte strukturelle Gründe, denn Leistungserbringung und die Aufsicht darüber lagen in einer Hand bei ein und derselben Behörde... ⏪  Wikipedia: Heimerziehung in Deutschland Stand 11.10.2026
Wochenkinder der DDR und UNERHÖRT!
 CSD Gera 2026 
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Gera, 7. Oktober - 28. November 2026


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